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	<title>Goethe-Apotheke Ilmenau &#187; Diclofenac</title>
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	<description>Ihre Beraterapotheke im Herzen von Ilmenau</description>
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		<title>Vortrag: Arzneimittel im Alter</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 13:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sören G. Prüfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Kundeninformationen]]></category>
		<category><![CDATA[Diclofenac]]></category>
		<category><![CDATA[Regel]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://apodi.de/wp-content/uploads/icon/icon_small__termin.png" width="40" height="40" alt="" title="Aktionen Termine" /><img src="http://apodi.de/wp-content/uploads/icon/icon_small_buch.png" width="40" height="40" alt="" title="Kundeninformationen" /><br/>[ 18. Oktober 2008; ] Autorin: Apothekerin Christiane Pr&#252;fer
 
Einleitung
In diesem Vortrag m&#246;chte ich auf die Besonderheiten bei der Arzneimitteleinnahme im Alter eingehen, einige k&#246;rperliche Ver&#228;nderungen erkl&#228;ren und Ihnen Tipps f&#252;r die richtige Einnahme geben.
Im Alter nimmt die H&#228;ufigkeit von Erkrankungen zu. Viele &#228;ltere Menschen leiden au&#223;erdem gleichzeitig an mehreren Erkrankungen. Sie m&#252;ssen daher auch mehrere Medikamente einnehmen. Wenn Feinmotorik, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">18. Oktober 2008</td></tr></table><img src="http://apodi.de/wp-content/uploads/icon/icon_small__termin.png" width="40" height="40" alt="" title="Aktionen Termine" /><img src="http://apodi.de/wp-content/uploads/icon/icon_small_buch.png" width="40" height="40" alt="" title="Kundeninformationen" /><br/><address>Autorin: Apothekerin Christiane Pr&#252;fer<br />
</address>
<hr />
<h4>Einleitung</h4>
<blockquote><p>In diesem Vortrag m&#246;chte ich auf die Besonderheiten bei der Arzneimitteleinnahme im Alter eingehen, einige k&#246;rperliche Ver&#228;nderungen erkl&#228;ren und Ihnen Tipps f&#252;r die richtige Einnahme geben.</p></blockquote>
<p>Im Alter nimmt die H&#228;ufigkeit von Erkrankungen zu. Viele &#228;ltere Menschen leiden au&#223;erdem gleichzeitig an mehreren Erkrankungen. Sie m&#252;ssen daher auch mehrere Medikamente einnehmen. Wenn Feinmotorik, Sehst&#228;rke und Ged&#228;chtnis abnehmen, kann es zu Problemen bei der Medikamenteneinnahme kommen.<span id="more-321"></span></p>
<p>Das ist nicht immer komplikationslos, weil</p>
<ul>
<li> Neben- und Wechselwirkungen zunehmen,</li>
<li> verschiedene Arzneistoffe sich gegenseitig beeinflussen k&#246;nnen,</li>
<li> viele Medikamente im Alter auch anders wirken.</li>
</ul>
<p>Altersabh&#228;ngige Ver&#228;nderungen an den Organen f&#252;hren oft zu massiven &#196;nderungen in der Arzneimittelwirkung, verglichen mit j&#252;ngeren Menschen.</p>
<p>Was &#228;ndert sich?</p>
<ul>
<li>die Knochen werden br&#252;chiger,</li>
<li>an den Gelenken kommt es zu Abnutzungserscheinungen,</li>
<li>die Muskelkraft wird sp&#252;rbar schw&#228;cher,</li>
<li>an den Blutgef&#228;&#223;en kommt es zu Ablagerungen (Arteriosklerose),</li>
<li>die Gehirnleistungsf&#228;higkeit nimmt ab.</li>
</ul>
<p>Die Aufnahme der Arzneistoffe, ihre Verteilung, ihr Abbau im K&#246;rper und ihre Ausscheidung aus dem K&#246;rper finden beim &#228;lteren Menschen oft in anderem Ausma&#223; und in anderer Geschwindigkeit statt als in einem jugendlichen Organismus. Alle diese Ver&#228;nderungen k&#246;nnen direkt oder indirekt die Arzneimittelwirkung beeinflussen.</p>
<h4>Richtig einnehmen bedeutet optimal wirken.</h4>
<p>Arzneistoffe werden in der Regel nur in gel&#246;ster Form aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. &#196;ltere Menschen trinken bekannterma&#223;en weniger. Manche haben es sich zur Angewohnheit gemacht, sogar ihre Tabletten trocken hinunterzuw&#252;rgen. Das ist schlecht, weil einige Arzneistoffe die Magenschleimhaut sch&#228;digen k&#246;nnen, z. B. Schmerzmittel wie Diclofenac oder ASS. Diese werden viel besser vertragen, wenn man sie mit viel Wasser einnimmt. Ohne Wasser eingenommen, k&#246;nnen die Tabletten auch in der Speiser&#246;hre h&#228;ngenbleiben und dort Geschw&#252;re verursachen.</p>
<p><strong>Beispiel:</strong> Osteoporosemittel Biphosphonate, Antibiotika (Penicillin, Ciprofloxacin)</p>
<p>Au&#223;erdem k&#246;nnen sich die Tabletten, Kapseln oder Dragees im Magen nicht so schnell aufl&#246;sen und wirken erst viel sp&#228;ter, als wenn man sie mit einem Glas Wasser eingenommen h&#228;tte.</p>
<p><strong>Beispiel:</strong> f&#252;r langsameren Wirkungseintritt: Die Schlaftablette wird auf der Bettkante oder schon im Liegen ohne Wasser eingenommen, man wundert sich, warum man trotz Tablette nicht schlafen kann und daf&#252;r am n&#228;chsten Morgen nicht richtig munter wird: Die Tablette sa&#223; in der Speiser&#246;hre fest und kam erst viel sp&#228;ter in den Magen, um von dort &#252;ber L&#246;sung, Aufnahme und Verteilung an den Wirkort zu gelangen.</p>
<p><em>Daher: Einnahme mit einem gro&#223;en Glas Wasser in aufrechter K&#246;rperhaltung (au&#223;er bei &#214;demen) bettl&#228;gerige Patienten, Patienten mit Schluckst&#246;rungen nehmen besser fl&#252;ssige Darreichungsformen oder im Mund zerfallende, schnell l&#246;sliche Arzneiformen ein. Eventuell k&#246;nnen Tabletten zerkleinert werden. Vorher sollte immer Apotheker gefragt werden, ob Zerkleinerung m&#246;glich ist.</em></p>
<p>Milch, Grapefruitsaft, alkoholische Getr&#228;nke eignen sich nicht zur Medikamenteneinnahme, da diese Getr&#228;nke mit den Arzneistoffen wechselwirken k&#246;nnen.</p>
<p>Der Weg des Arzneimittels und auch der Nahrungsstoffe durch den Magen-Darm-Trakt dauert bei &#228;lteren Menschen l&#228;nger. Auch die Durchblutung ist im Verdauungstrakt herabgesetzt, sodass die Aufnahme von Nahrungsstoffen aber auch Arzneistoffen schlechter und unvollst&#228;ndiger funktioniert. So kann es auch zu einer Unterversorgung mit Vitaminen, Spurenelementen oder Mineralstoffen kommen, obwohl vielleicht gen&#252;gend zugef&#252;hrt wird.</p>
<p>Bei einigen Arzneistoffen ist es von Bedeutung, ob Sie sie vor, w&#228;hrend oder nach einer Mahlzeit einnehmen. Das kann Wirkung und St&#228;rke entscheidend beeinflussen.</p>
<p>N&#252;chtern bedeutet mindestens 60 Minuten vor den Mahlzeiten.</p>
<p>N&#252;chtern eingenommen werden</p>
<ul>
<li>nicht im Magen zerfallenden Arzneiformen (magensaftresistente Tabletten) &#8211; Ausnahme Pankreasenzyme</li>
<li>Penicillin</li>
<li>Schlafmittel (wirken schneller)</li>
<li>Levodopa</li>
</ul>
<p>Retardarzneiformen: in der Regel nach Mahlzeiten</p>
<p><em>Daher: Fragen Sie in Ihrer Apotheke, ob Sie das Arzneimittel vor, w&#228;hrend oder nach einer Mahlzeit einnehmen sollen</em></p>
<h4>Verteilung</h4>
<p>Das Verh&#228;ltnis zwischen Fett- und Muskelgewebe ver&#228;ndert sich. Die Muskelmasse verringert sich, das Fettgewebe ist im Verh&#228;ltnis dazu relativ vermehrt. Dadurch sind wasserl&#246;sliche Arzneistoffe vermehrt im Blut, fettl&#246;sliche dagegen verringert durch ihre Speicherung im Fettgewebe, fettl&#246;sliche AS werden geringer &#252;ber das Blut an die Wirkorte verteilt. Wasserl&#246;sliche Arzneistoffe sind dann st&#228;rker, fettl&#246;sliche schw&#228;cher wirksam.</p>
<p>Zu geringe Fl&#252;ssigkeitszufuhr verringert Volumen des gesamten K&#246;rperwassers, das im Alter an sich schon verringert ist. Beim S&#228;ugling betr&#228;gt der gesamte Wassergehalt des K&#246;rpers ca. 75 %, bei einer sehr alten Frau nur durchschnittlich 46 %. Weil Frauen mehr Fettgewebe besitzen als M&#228;nner, ist ihr Wassergehalt niedriger. Durch den verminderten Wassergehalt kann die Wirkung negativ beeinflusst werden.</p>
<p>Als Folge des abnehmenden Wassergehaltes im K&#246;rper  k&#246;nnen sich wichtige Mineralstoffe verringern und Organe sich verkleinern.</p>
<p><em>Deshalb gilt: Ausreichend &#252;ber den Tag verteilt trinken, auch ohne Durstgef&#252;hl!</em></p>
<h4>Abbau und Ausscheidung</h4>
<p>Die Herzkranzgef&#228;&#223;e verengen sich zunehmend, das vermindert die Pumpkraft des Herzens, so dass die Leistung der Organe, die auf gute Durchblutung angewiesen sind, beeintr&#228;chtigt wird. Betroffen sind vor allem die Niere und die Leber, die ihrer Abbau- und Ausscheidungsfunktion nicht mehr optimal nachkommen k&#246;nnen. Ein Teil der Giftstoffe und der Stoffwechselschlacken bleiben im Organismus.</p>
<p>Durch die erheblich abnehmende Nierenfunktion verlangsamen sich Abbau und Ausscheidung der Arzneistoffe. Das f&#252;hrt zu einer ungewollt hohen Wirkstoffkonzentration im K&#246;rper. Besondere Vorsicht ist bei Beruhigung- und Schlafmitteln geboten. Zu hohe Konzentration im Blut kann unter anderem zu Gangunsicherheiten mit Folgen wie St&#252;rzen und Knochenbr&#252;chen f&#252;hren.</p>
<h5>Abbau der Arzneistoffe in der Leber</h5>
<p>Leber ist das chemische Labor des K&#246;rpers. Mittels Enzymen werden hier Nahrungsbestandteile, aber auch AS umgebaut, entgiftet, abgebaut und umgewandelt. Diese Enzyme sind Eiwei&#223;stoffe mit bestimmten Funktionen. Sie steuern und regulieren die Ab- und Umbauvorg&#228;nge in der Leber, meistens beschleunigen sie diese. Eiwei&#223;stoffe sind aber auch einem Alterungsprozess unterworfen. Sie verlieren an Wirksamkeit und k&#246;nnen die Vorg&#228;nge in der Leber nicht mehr so gut, so schnell oder so wirksam steuern. Viele Arzneistoffe werden in der Leber so umgebaut, dass sie keine Wirkung mehr aus&#252;ben und von den Nieren ausgeschieden werden k&#246;nnen. Im Alter verringern sich das Lebervolumen und die funktionsf&#228;hige Leberzellmasse, die Leberdurchblutung nimmt ab. Das ist vielmals die Ursache daf&#252;r, dass Medikamente bei jungen und alten Menschen unterschiedlich stark wirken k&#246;nnen. In aller Regel verl&#228;uft der Abbau von Arzneistoffen in der Leber eines &#228;lteren Menschen langsamer als bei einem jungen, und daher sollte der &#228;ltere eine niedrigere Dosis erhalten, um die gleiche Wirkung zu erzielen wie ein junger Mensch.</p>
<h5>F&#252;r die Niere gilt &#228;hnliches wie f&#252;r die Leber</h5>
<p>Beim Alterungsprozess kommt es zu einer Abnahme des Nierengewichts, zu einer Verminderung der Leistungsf&#228;higkeit um bis zu 50% und zu einer herabgesetzten Nierendurchblutung. Da die Nieren die Ausscheidungsorgane des K&#246;rpers sind, besonders f&#252;r Arzneistoffe, wird ein &#228;lterer Mensch wiederum eine geringere Dosis eines Arzneistoffs brauchen als ein junger, da ja Abbau und Ausscheidung langsamer erfolgen.</p>
<p>Die <strong>Dosierung</strong> muss angepasst werden, weil sonst vermehrt Nebenwirkungen auftreten k&#246;nnen. Dosisanpassung erfolgt durch engmaschige Kontrolle von z. B. Blutdruck bei blutdrucksenkenden Mitteln, Blutzucker bei Diabetes, Harns&#228;ure bei Gicht, Cholesterin und Triglyceriden bei erh&#246;hten Fettwerten. Niemals eigenm&#228;chtig die Dosis &#228;ndern! Auch Nebenwirkungen wie z. B. Magenbeschwerden, schlechter Schlaf k&#246;nnen nach 1-2 Wochen eingesch&#228;tzt werden.</p>
<p><em>Achtung Herzschw&#228;che: durch die eingeschr&#228;nkte Durchblutung der verschiedenen Gewebe kommt es zu einer Verringerung der Medikamentenausscheidung, das Medikament wirkt verst&#228;rkt bzw. verl&#228;ngert</em></p>
<h4>Ver&#228;nderte Medikamentenwirksamkeit</h4>
<p>Bei einigen Medikamenten kommt es auch zu einer Ver&#228;nderung in der Wirksamkeit. Es kommt durchaus vor, dass Beruhigungs- bzw. Schlafmittel nicht zum Einschlafen f&#252;hren, sondern wie ein Aufputschmittel wirken. Andererseits kann es sein, dass bei &#228;lteren Menschen eine Tasse Kaffee das Einschlafen erleichtert. Der K&#246;rper reagiert oft verlangsamt oder schw&#228;cher. So ist bei der Nebenwirkung Blutdruckabfall im h&#246;heren Alter der K&#246;rper nicht mehr so gut in der Lage, den Kreislauf selbstst&#228;ndig auszugleichen. Als Folge treten Schwindel und Kreislaufprobleme wahrscheinlicher auf. Tipp: Nicht abrupt aus dem Bett aufstehen, sondern aus dem Liegen auf die Bettkante setzen und nach einer kurzen Verschnaufpause langsam ganz aufstehen.</p>
<h4>Nebenwirkungen</h4>
<p>Neben- und Wechselwirkungen sind im Alter durch die Einnahme verschiedener Arzneimittel und ihrer  anderen Wirkung h&#228;ufiger.</p>
<p>Nebenwirkungen treten vermehrt auf, weil</p>
<ul>
<li> ein erh&#246;hter Medikamentenbedarf durch Vorliegen mehrer Erkrankungen besteht,</li>
<li>die Verstoffwechselung im K&#246;rper ver&#228;ndert ist,</li>
<li>die Arzneimittelwirksamkeit ver&#228;ndert ist,</li>
<li>praktische Probleme auftreten.</li>
</ul>
<p>Die h&#228;ufigsten Nebenwirkungen sind</p>
<ul>
<li> Durch niedrigen Blutdruck ausgel&#246;ste Kreislaufprobleme,</li>
<li>Langsamer und unregelm&#228;&#223;iger Herzschlag, Verwirrtheitszust&#228;nde,</li>
<li>Verringerung der geistigen Leistungsf&#228;higkeit,</li>
<li>Abnahme der Nierenfunktion,</li>
<li>St&#252;rze,</li>
<li>Bewegungsst&#246;rungen,</li>
<li>Trockener Mund,</li>
<li>Verstopfung.</li>
</ul>
<h4>Beispiele f&#252;r Nebenwirkungen</h4>
<p>Als Nebenwirkung einiger Medikamente, wie z. B. <strong>Bluthochdruckmittel</strong>, <strong>Diuretika</strong>, <strong>Antidepressiva</strong> u. a. <strong>Psychopharmaka</strong> tritt Mundtrockenheit auf. Mundtrockenheit kann &#246;fters zu Karies f&#252;hren, weshalb verst&#228;rkt auf eine umfassende Mundhygiene geachtet werden muss.</p>
<p><strong>Tipp</strong></p>
<ul>
<li> Viel trinken</li>
<li>Mund mit Wasser &#246;fters aussp&#252;len</li>
<li>„k&#252;nstlicher Speichel“ hilft</li>
</ul>
<p><strong>Blutdrucksenkende Mittel</strong> verursachen leichter eine orthostatische Dysregulation.</p>
<p>Fl&#252;ssigkeitsverluste, z. B. durch <strong>Diuretika</strong> und <strong>Laxantien</strong> f&#252;hren bei &#228;lteren Menschen sehr leicht zur Dekompensation, weil alte Menschen einen relativ geringen Wasserbestand haben und ihr Durstgef&#252;hl vermindert ist. Sie gleichen Fl&#252;ssigkeitsverluste nicht durch entsprechendes Trinken aus.</p>
<p><strong>NSAR</strong> (nichtsteroidale Antirheumatika) wie <strong>ASS</strong> (Acetylsalicyls&#228;ure) erh&#246;hen Risiko eines akuten Nierenversagens bei eingeschr&#228;nkter Nierenfunktion. Eine verlangsamte Magenentleerung bringt es mit sich, dass NSAR l&#228;nger im Magen verweilen und so das Risiko einer Magenschleimhautentz&#252;ndung ansteigt.</p>
<p><strong>Abf&#252;hrmittel</strong> k&#246;nnen zu Kalium-Verlust f&#252;hren. Dadurch wird die Wirkung von Herzglykosiden verst&#228;rkt.</p>
<p><strong>Diuretika</strong> und <strong>Glukokortikoide</strong> verst&#228;rken Kaliumverlust. Kaliumverlust verst&#228;rkt Obstipation durch Verminderung der Darmmotilit&#228;t (der Darm wird tr&#228;ger), Gefahr von Herzrhythmusst&#246;rungen w&#228;chst.</p>
<p>Bei Engwinkelglaukom Einnahme von <strong>Antihistaminika</strong> („Allergietabletten“), Sympathomimetika vermeiden.</p>
<p><strong>Alkohol</strong> erh&#246;ht das lebertoxische Potential von Paracetamol.</p>
<p><strong>Aspirin complex</strong>: nicht einnehmen bei schwerem Bluthochdruck und schwerer KHK.</p>
<p><strong>ACE-Hemmer</strong>: Bei auftreten von Husten, der l&#228;nger als gew&#246;hnlich anh&#228;lt, Arztr&#252;cksprache nehmen</p>
<p><strong>Betablocker</strong>: Am Anfang k&#246;nnen Sie zu einer verringerten Belastbarkeit f&#252;hren.</p>
<p>Zu beachten ist, dass alle diese Beschwerden auch im Rahmen von Krankheiten auftreten k&#246;nnen. Jedes Medikament kann auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Bei Einnahme mehrerer Medikamente k&#246;nnen sich die Nebenwirkungen addieren und es kann zu Wechselwirkungen kommen.</p>
<p>Deshalb ist es wichtig, Arzt und Apotheker &#252;ber alle Medikamente, die eingenommen werden zu informieren. Aber lassen Sie sich bitte auch nicht verunsichern. Die in der Packungsbeilage aufgef&#252;hrten Nebenwirkungen erschrecken viele Patienten. Die meisten der in der Gebrauchsinformation beschriebenen Nebenwirkungen treten nur bei sehr wenigen Patienten auf. Viele Nebenwirkungen klingen im Laufe der Behandlung ab. Bei allen zugelassenen Arzneimitteln &#252;berwiegt der Nutzen die m&#246;glichen Risiken.</p>
<h4>Anwenderprobleme</h4>
<p>Viele einzunehmende Arzneimittel bergen das Risiko von Anwenderproblemen. Einnahmeschemata k&#246;nnen zu kompliziert sein: z. B. Einnahme eines Arzneimittels zu mehreren Zeitpunkten des Tages in unterschiedlicher Dosierung. Schwerh&#246;rigkeit kann ein Grund f&#252;r unzureichende Informiertheit &#252;ber die Erkrankung und ihre Therapie durch nicht vollst&#228;ndige Erfassung der Therapievorschriften sein.</p>
<p>Sehst&#246;rungen, Abnahme der Feinmotorik (Arzneimittel k&#246;nnen nicht aus dem Blister herausgedr&#252;ckt werden, Teilung kleiner Tabletten ist schwierig, kindersichere Verschl&#252;sse sind auch erwachsensicher) und Vergesslichkeit f&#252;hren zu Nicht- oder Falscheinnahme (Verwechslung von Arzneimitteln).</p>
<p><strong>Tipp</strong>:	Medikamentendosierer, Medikamentenuhr als Hilfe benutzen. Viele &#228;ltere Patienten leiden unter Schluckbeschwerden</p>
<p><strong>Tipp</strong>:	ausreichend trinken, besonders nach Medikamenteneinnahme Arzneimittel in aufrechter K&#246;rperhaltung einnehmen</p>
<h5>Einnahmehinweise beachten</h5>
<p>Hinweise zur Einnahme (z. B. vor oder nach einer Mahlzeit, Tageszeit) entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker.</p>
<p><strong>Beispiel:</strong> Asthmatabletten am besten vor dem Schlafengehen, da Asthmaanf&#228;lle meistens in der Nacht auftreten. Blutdrucksenkende Mittel am Morgen, da Blutdruck am Tag normalerweise h&#246;her ist als in der Nacht. Magens&#228;urehemmende Mittel abends, weil in der Nacht der sch&#252;tzende Einfluss der Nahrung im Magen wegf&#228;llt und die Magens&#228;ureprodukion abends deutlich h&#246;her ist als morgens</p>
<p><strong>Aber</strong>: individuelle Anweisungen des Arztes beachten</p>
<p>Bei Unklarheiten bitte Arzt oder Apotheker fragen. Fordern Sie Erkl&#228;rungen zur richtigen Anwendung, zum optimalen Einnahmezeitpunkt, von m&#246;glichen NW… &#246;fters ein.</p>
<h4>Compliance</h4>
<p>Zum Abschluss gestatten Sie mir einige Anmerkungen zur Compliance (Therapietreue)</p>
<p>Leider nehmen viele Patienten ihre Arzneimittel nicht wie verordnet ein. Die Medikamente werden oft nicht regelm&#228;&#223;ig eingenommen oder vorzeitig abgesetzt. Ein Grund daf&#252;r ist, dass der Nutzen von z. B. Herz-Kreislauf-Mitteln, Cholesterin- oder Blutzuckersenkern h&#228;ufig nicht unmittelbar sp&#252;rbar ist. Die Folgen mangelnder Compliance, z. B. dass Blutdruck und Cholesterinspiegel nicht ausreichend gesenkt werden, f&#252;hren zur Entstehung von Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose.</p>
<p>Die regelm&#228;&#223;ige Einnahme der Medikamente sch&#252;tzt vor gef&#228;hrlichen Folgeerkrankungen, die Lebenserwartung wird in vielen F&#228;llen erh&#246;ht. Daher ist es wichtig, die Einnahmeempfehlungen des Arztes zu befolgen und Ihr Arzneimittel wie verordnet einzunehmen. Wenn die Medikamente nicht mehr so gut wirken oder bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, sollten Sie erst mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie die Dosis Ihrer Medikamente ver&#228;ndern.</p>
<p>Einige Arzneimittel sollten nicht gemeinsam mit anderen eingenommen werden. Das gilt auch f&#252;r rezeptfrei in der Apotheke oder in der Drogerie/im Supermarkt erworbene Arzneimittel. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Ihr Arzt alle von Ihnen verwendeten Arzneimittel kennt und Sie Ihre rezeptfreien Arzneimittel in der Apotheke kaufen. Der Apotheker kann  f&#252;r Sie &#252;ber m&#246;gliche Wechselwirkungen informieren.</p>
<p>Quellen</p>
<ul>
<li><a href="http://www.apoverlag.at" class="liexternal">www.apoverlag.at</a></li>
<li><a href="http://www.medizinfo.de/" class="liexternal">www.medizininfo.de</a></li>
<li><a href="http://www.apotheker.or.at" class="liexternal">www.apotheker.or.at</a> &#8211; Horst Wunderer, Arzneimittel richtig einnehmen</li>
</ul>
<p><em>F&#252;r die Richtigkeit der Aussagen wird keine Haftung &#252;bernommen.</em><br />
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